GESCHICHTE

Wir haben etwas zu erzählen
Die Mauern der Burg von Morcote haben viele Persönlichkeiten der Geschichte gesehen:
Friedrich Barbarossa soll sich auf seinem Weg nach Italien ein paar Tage in der Burg aufgehalten haben. Sicher ist, dass die Burg den Herzog Filippo Maria Visconti, seinen Condottiere Aloisio Sanseverino, die Grafen Giangaleazzo und Francesco Sforza, Franchino Rusca und Ludovico il Moro geherbergt hat.

Die Lage dieses vom Wasser umgebenen Landstriches auf dem Felsvorsprung über dem See war schon in der Antike strategisch.

Dies bezeugen im Innern der Burg die Überreste eines massiven Wachturms aus der Zeit der Römer, der zu einem ausgedehnten Abwehrsystem der Römer entlang des gesamten Voralpenbogens gehörte. Dieser Turm hatte noch zur Zeit der Langobarden die gleiche Funktion und wurde um das Jahr 1100 in eine Festung verwandelt, zur Zeit der blutigen Kriege um die Vorherrschaft im Gebiet Sottoceneri zwischen Mailand und Como.

Die Burg von Morcote wird in zahlreichen Dokumenten aus der Zeit der Herzöge von Mailand erwähnt. Die Festung wurde in ihrer jetzigen Form von den Visconti wieder erbaut und gegen Mitte des XV. Jh. von den Sforza in eine direkt vom Herzogtum kontrollierte Militärbasis umgebaut, um sich die Vorherrschaft in den Ländern der Region zu sichern.

Die Burg wurde in Texten jener Zeit als „uneinnehmbare Festung, wenn nicht mit großen Opfern an Menschen und Geld“ bezeichnet und war von einem Burgherr und seiner Familie mit einem Duzend Soldaten bewohnt. Auf der Burg galten strenge Regeln: Nur jeweils ein Soldat durfte die Burg verlassen und im Falle der Abwesenheit des Burgherrn musste er Frau und Kinder als Pfand hinterlassen, Glücksspiele und Wirtschaften waren verboten. Man musste Nahrung und Munition für mindestens ein Jahr lagern, aber der Burgherr durfte seine Produkte wie Wein und Öl, die schon damals auf den Ländereien der Burg produziert wurden, zollfrei verkaufen.